Saftiges Schweinefilet mit Senfrahm, gerösteten Karotten & Rosmarinkartoffeln

Saftiges Schweinefilet mit Senfrahm, gerösteten Karotten & Rosmarinkartoffeln

 

Manchmal braucht es gar kein kompliziertes Rezept, um ein richtig schönes Essen auf den Tisch zu bringen. Dieses saftige Schweinefilet mit cremiger Senfrahmsauce, gerösteten Karotten und Rosmarinkartoffeln gehört für mich genau in diese Kategorie.

Das Schweinefilet wird kurz kräftig angebraten und anschließend schonend fertig gegart. Dazu gibt es eine cremige Sauce mit grobem Körnersenf und etwas Honig. Die Kombination aus würzigem Senf und einer kleinen süßlichen Note passt wunderbar zum zarten Fleisch.

Während das Schweinefilet in der Pfanne zubereitet wird, dürfen Kartoffeln und Karotten im Ofen schön rösten. Dadurch bekommt das Gemüse herrliche Röstaromen und die Kartoffeln werden außen leicht knusprig und innen schön weich.

Für mich ist das ein tolles Essen für einen gemütlichen Sonntag, aber auch dann, wenn Gäste kommen und ich etwas Besonderes kochen möchte, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.

 

 

Warum ich dieses Rezept liebe

Ich liebe dieses Rezept vor allem wegen der Kombination aus zartem Fleisch, cremiger Sauce und geröstetem Gemüse.

Die Senfrahmsauce ist dabei mein persönliches Highlight. Der grobe Körnersenf bringt kleine Senfkörner und eine angenehme Würze mit, während der mittelscharfe Senf für zusätzlichen Geschmack sorgt. Der Honig rundet die Sauce ab, ohne dass sie süß schmeckt.

Auch die Rosmarinkartoffeln und Karotten dürfen bei diesem Gericht nicht fehlen. Durch das Rösten im Ofen bekommen sie viel mehr Geschmack, als wenn man sie einfach nur kocht.

Was ich außerdem mag: Die einzelnen Bestandteile lassen sich gut vorbereiten und am Ende gemeinsam servieren.

 

 

Zubereitungszeit & Portionen

Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten
Gesamtzeit: ca. 55 Minuten
Portionen: 4 Personen

 

Utensilien

  • große ofenfeste Form oder Backblech
  • große Pfanne
  • Schneidebrett
  • scharfes Messer
  • kleine Schüssel
  • Kochlöffel oder Pfannenwender
  • Messbecher
  • Küchenzange
  • optional: Fleischthermometer

 

Vorbereitung

Bevor ich mit dem Kochen beginne, bereite ich alle Zutaten vor. So geht die eigentliche Zubereitung später deutlich entspannter.

  1. Das Schweinefilet aus der Verpackung nehmen, mit Küchenpapier trocken tupfen und gegebenenfalls von Sehnen und überschüssigem Fett befreien.
  2. Kartoffeln gründlich waschen. Kleine Kartoffeln wie Drillinge lasse ich ganz oder halbiere sie je nach Größe.
  3. Karotten schälen und längs halbieren oder in gleichmäßige Stücke schneiden.
  4. Schalotten fein würfeln und Knoblauch hacken.
  5. Rosmarin waschen und trocken schütteln.
  6. Brühe, Sahne, Körnersenf, mittelscharfen Senf und Honig bereitstellen.

 

Zutaten

Für das Schweinefilet und die Senfrahmsauce

  • 700–800 g Schweinefilet, geputzt und pariert
  • 2 EL pflanzliches Speiseöl zum Anbraten
  • 1 EL Butter
  • 2 Schalotten, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 150 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • 2 EL grober Körnersenf
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für das Ofengemüse

  • 800 g kleine, festkochende Kartoffeln, zum Beispiel Drillinge
  • 600 g Karotten
  • 5 EL Olivenöl
    • 3 EL für die Kartoffeln
    • 2 EL für die Karotten
  • 3–4 Zweige frischer Rosmarin
  • 1 TL Honig oder Ahornsirup
  • 2 Knoblauchzehen, leicht angedrückt
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Kartoffeln und Karotten vorbereiten

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die vorbereiteten Kartoffeln mit 3 EL Olivenöl, etwas Meersalz und schwarzem Pfeffer vermischen. Die Rosmarinzweige und zwei leicht angedrückte Knoblauchzehen dazugeben.

Die Kartoffeln auf ein Backblech oder in eine große Auflaufform geben und zunächst für etwa 15 Minuten in den Ofen geben.

Währenddessen die Karotten vorbereiten. Dafür die Karotten mit 2 EL Olivenöl, 1 TL Honig oder Ahornsirup, Salz und Pfeffer vermischen.

Nach den ersten 15 Minuten die Karotten zu den Kartoffeln geben und alles weitere 20–25 Minuten rösten. Zwischendurch kann das Gemüse einmal gewendet werden.

2. Schweinefilet vorbereiten

Das Schweinefilet rundherum mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen.

Eine große Pfanne erhitzen und das Öl hineingeben. Das Schweinefilet bei hoher bis mittlerer Hitze von allen Seiten kräftig anbraten.

Ich achte dabei darauf, dass das Fleisch wirklich rundherum schön gebräunt ist. Das sorgt später für ein kräftiges Aroma.

Das Filet anschließend aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitelegen.

3. Senfrahmsauce zubereiten

Die Butter in dieselbe Pfanne geben. Schalotten und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen.

Anschließend mit der Brühe ablöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Genau darin steckt viel Geschmack.

Nun die Sahne, den groben Körnersenf und den mittelscharfen Senf einrühren. Den Honig dazugeben und alles kurz aufkochen lassen.

Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Schweinefilet fertig garen

Das angebratene Schweinefilet wieder in die Pfanne legen und bei niedriger bis mittlerer Hitze in der Sauce fertig garen.

Wie lange das dauert, hängt von der Dicke des Filets und vom gewünschten Gargrad ab. Ich empfehle deshalb, bei einem größeren Stück die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer zu kontrollieren.

Für ein saftiges Schweinefilet sollte das Fleisch nicht unnötig lange gegart werden.

5. Kurz ruhen lassen

Wenn das Schweinefilet fertig ist, nehme ich es aus der Pfanne und lasse es einige Minuten ruhen.

Danach schneide ich es in schöne Scheiben und serviere es zusammen mit der Senfrahmsauce.

6. Alles gemeinsam servieren

Die gerösteten Rosmarinkartoffeln und Karotten aus dem Ofen nehmen und zusammen mit dem aufgeschnittenen Schweinefilet auf Tellern anrichten.

Zum Schluss etwas von der cremigen Senfrahmsauce über das Fleisch geben.

 

Serviervorschläge

Für mich braucht dieses Gericht eigentlich keine zusätzliche Beilage, denn Kartoffeln und Karotten bringen bereits alles mit, was man braucht.

Wer trotzdem noch etwas dazu servieren möchte, kann zum Beispiel einen einfachen grünen Salat dazu reichen.

Auch etwas frisches Baguette passt gut zur Senfrahmsauce. Damit lässt sich die restliche Sauce wunderbar auftunken.

 

Kann ich Reste aufbewahren?

Ja, Reste kannst du problemlos aufbewahren.

Das abgekühlte Schweinefilet mit der Sauce und das Ofengemüse in gut verschließbare Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Haltbarkeit: etwa 2 Tage im Kühlschrank.

Beim Aufwärmen würde ich das Fleisch nicht zu heiß erhitzen, damit es möglichst saftig bleibt. Am besten langsam in der Sauce erwärmen.

Kartoffeln und Karotten können ebenfalls wieder erwärmt werden. Besonders lecker werden die Kartoffeln, wenn du sie noch einmal kurz in einer Pfanne oder im Backofen erwärmst.

 

Kann ich das Gericht einfrieren?

Die Senfrahmsauce und das Schweinefilet kannst du grundsätzlich einfrieren. Beim Auftauen kann sich die Konsistenz der Sahnesauce allerdings etwas verändern.

Das Ofengemüse würde ich persönlich lieber frisch zubereiten, da Kartoffeln nach dem Einfrieren und Auftauen häufig etwas weicher werden.

 

Zusätzliche Tipps

Schweinefilet nicht direkt aus dem Kühlschrank braten: Ich lasse das Fleisch vor der Zubereitung kurz stehen, damit es nicht eiskalt in die heiße Pfanne kommt.

Fleisch gut trocken tupfen: Dadurch lässt es sich besser anbraten und bekommt eine schöne Kruste.

Pfanne richtig heiß werden lassen: Das Schweinefilet sollte beim Anbraten nicht nur vor sich hin schmoren. Eine gute Hitze sorgt für schöne Röstaromen.

Bratensatz nutzen: Nach dem Anbraten die Pfanne nicht auswaschen. Die kleinen gebräunten Stellen am Pfannenboden geben der Sauce besonders viel Geschmack.

Kerntemperatur kontrollieren: Gerade bei Schweinefilet ist ein Fleischthermometer eine gute Hilfe. So kann ich besser einschätzen, wann das Fleisch den gewünschten Gargrad erreicht hat.

Sauce nicht zu stark kochen: Sobald die Sahne in der Pfanne ist, lasse ich die Sauce eher sanft köcheln. So bleibt sie schön cremig.

 

Mein Tipp

Mein wichtigster Tipp bei diesem Rezept ist, das Schweinefilet nicht zu lange zu garen. Gerade bei einem mageren Stück Fleisch macht das einen großen Unterschied.

Ich verwende dafür gerne ein Fleischthermometer. So muss ich das Filet nicht anschneiden, um nachzusehen, ob es bereits fertig ist.

Außerdem lasse ich das Fleisch nach dem Garen immer ein paar Minuten ruhen. Dadurch kann sich der Fleischsaft besser verteilen und das Schweinefilet bleibt beim Anschneiden schön saftig.

 

Häufige Fragen

Kann ich auch Schweinemedaillons verwenden?

Ja. Schweinemedaillons eignen sich ebenfalls für die Senfrahmsauce. Da sie kleiner und dünner sind, verändert sich allerdings die Garzeit. Deshalb solltest du sie gut im Blick behalten.

Kann ich die Sauce auch ohne Körnersenf machen?

Ja. Wenn du keinen groben Körnersenf magst, kannst du stattdessen etwas mehr mittelscharfen Senf verwenden. Die Sauce wird dann etwas gleichmäßiger und ohne die kleinen Senfkörner.

Kann ich die Sahne ersetzen?

Du kannst beispielsweise Kochsahne verwenden. Je nach Produkt kann die Sauce dadurch etwas leichter werden.

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Ich verwende gerne kleine festkochende Kartoffeln wie Drillinge. Sie behalten beim Rösten ihre Form und bekommen außen eine schöne Röstung.

Kann ich das Gemüse vorbereiten?

Ja. Kartoffeln und Karotten kannst du bereits einige Stunden vorher vorbereiten. Bis zur Verwendung solltest du sie gut abgedeckt und kühl lagern.

Wie erkenne ich, ob das Schweinefilet fertig ist?

Am zuverlässigsten lässt sich das mit einem Fleischthermometer feststellen. Die genaue Kerntemperatur hängt davon ab, welchen Gargrad du bevorzugst. Bei Schweinefilet solltest du außerdem darauf achten, das Fleisch nicht unnötig lange zu garen.

 

Fazit

Dieses Schweinefilet mit Senfrahmsauce, gerösteten Karotten und Rosmarinkartoffeln ist für mich ein richtig schönes Wohlfühlgericht.

Das zarte Schweinefilet, die cremige und würzige Senfsauce und das im Ofen geröstete Gemüse passen einfach wunderbar zusammen. Besonders die Kombination aus Körnersenf und einem kleinen Klecks Honig gibt der Sauce einen schönen Geschmack.

Ich mag an diesem Rezept außerdem, dass es zwar etwas Besonderes auf dem Teller aussieht, die Zubereitung aber gut machbar bleibt.

Wenn du gerne herzhafte Gerichte mit einer cremigen Sauce magst, solltest du dieses Rezept unbedingt einmal ausprobieren.

 

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